Zwei Auszubildende beim Rückschnitt von Gehölzen

Eine Grüne Ausbildung – Der Baumschulgärtner

Der folgende Artikel ist ein Text herausgegeben vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) dem auch wir angehören. Natürlich haben auch wir Baumschulen, wie das Handwerk auch, Probleme mit dem Nachwuchs. Berufe mit wenig körperlicher Arbeit sind In und wenn man noch wenig für sein Geld tun muss ist das umso besser. Doch ohne entsprechende Arbeit und Qualifikation keine entsprechende Entlohnung am Monatsende. Und so richtig stimmt es ja auch nicht mit den Vorurteilen, denn Gärtner werden heißt nicht zwangsläufig für den Rest seines Lebens Pflanzen durch die Gegend tragen oder Unkraut zupfen. Es gibt vielerlei Weiterbildungsmöglichkeiten für Gelernte auch nach der Ausbildung. Wer generell gerne draußen ist und wem mit Pflanzen arbeiten Spaß macht, für den ist vielleicht der Baumschulgärtner etwas. Auf jeden Fall ist ein Praktikum der Beste Weg für sich und für den Betrieb herauszufinden ob es passt oder ob vielleicht ein anderer Beruf am Besten passt.

Wie schon erwähnt ist der folgende Artikel, ebenso wie das Bildmaterial, vom Bund deutscher Baumschulen zur Verfügung gestellt.

 

Was man werden kann

Am 1. August beginnt das Ausbildungsjahr, in manchen Berufen oder Bundesländern auch erst am 1. September. Jedem, der in diesem Jahr die Schule verlässt, kann man nur wünschen, dass er oder sie längst schon den Ausbildungsvertrag in der Tasche hat. Allen anderen sei empfohlen, sich schnellstens darum zu kümmern. Marius Tegethoff, Ansprechpartner für Ausbildungsfragen beim Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. in Berlin, rät, sich frühzeitig mit der Berufswahl zu beschäftigen und strategisch vorzugehen: Zuerst Informationen über mögliche Berufe sammeln, nach Möglichkeit ein Praktikum machen, dann entscheiden und bewerben. Ausbildungsbetriebe schätzen es, wenn jemand Gründe nennen kann, warum er oder sie genau diesen Beruf ergreifen möchte.

Den richtigen Beruf finden

Was kann ich besonders gut? Was tue ich besonders gern? Solche Fragen helfen bei der schwierigen Entscheidung für den richtigen Beruf. Immerhin gibt es in Deutschland über 400 Ausbildungsberufe! Einer davon ist der Beruf Gärtner. Dahinter jedoch stecken sieben sogenannte Sparten, die jeweils die betriebliche Ausrichtung darstellen. „Unser Beruf heißt `Gärtner der Fachrichtung Baumschule`, kurz Baumschulgärtner“, erläutert Tegethoff. „Von den etwa 1.000 Mitgliedsbetrieben unseres Verbandes sind rund die Hälfte als Ausbildungsbetriebe anerkannt.“ 2014 zählte die amtliche Statistik bundesweit etwa 820 junge Menschen, die eine Ausbildung zum Baumschulgärtner absolvierten. „Die meisten haben vorher ein Praktikum gemacht“, weiß Arnd Schurig vom Fachausschuss Ausbildung und Sozialpolitik des BdB, „sie haben dann schon im Jahr vor ihrem Schulabschluss ihre Interessen getestet und erste Einblicke in die betriebliche Praxis genommen.“ Besondere Vorlieben und Fähigkeiten in der Schule oder beim Hobby können Hinweise auf den späteren Beruf geben. Schurig: „Wer gerne draußen ist, sich für die Natur und insbesondere für Pflanzen interessiert, sich sportlich fordert oder lieber körperlich arbeitet als am Schreibtisch zu sitzen, wird vielleicht ein guter Baumschulgärtner. Auch jemand, der schon als Kind gerne mit den Eltern oder Großeltern im Garten war, sollte sich über den Beruf informieren und kann so im besten Falle sein Hobby zum Beruf machen.“

Duale Ausbildung mit vielen Perspektiven

Je nach Schulabschluss ist die Ausbildung nach zwei bis drei Jahren zu Ende. Gelernte Baumschulgärtner kennen dann viele hundert Pflanzennamen, wissen, wie sie vermehrt und kultiviert werden, haben Know-how über Maschinen- und Technikeinsatz und können Gartenbesitzer beraten. Sie haben mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten dann viele Möglichkeiten. Zunächst einmal ist mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung der Vertrag mit dem Ausbildungsbetrieb erfüllt. Manche wollen dann noch weiter im Betrieb arbeiten, andere wollen wechseln, vielleicht sogar in eine andere Region oder ins Ausland. Traditionell ist es bei Baumschulgärtnern üblich, in verschiedene Betriebe zu gehen, um verschiedene Arbeitsweisen, aber vor allem um andere Pflanzen und andere Kultursysteme und Techniken kennen zu lernen.

In jedem Falle ist ein Berufsabschluss eine gute Grundlage für zahlreiche Weiterbildungen. Bei entsprechenden Noten sind etwa die Abschlüsse an Berufsfachschulen mit einem mittleren Schulabschluss oder der Fachhochschulreife gleichzusetzen. Auch in der dualen Ausbildung ist die abgeschlossene Ausbildung mitunter einem höheren Schulabschluss gleichgestellt und berechtigt zum Besuch der Berufsoberschule oder auch der Fachoberschule. Damit ist auf dem sogenannten zweiten Bildungsweg auch der Zugang zu einem Studium des Gartenbaus oder der Landschaftsarchitektur möglich. Wer lieber in der Praxis bleiben will, kann sich nach zwei bzw. drei Jahren Arbeit in Baumschulbetrieben zum Techniker oder zum Meister qualifizieren und später leitende Funktionen übernehmen.

Weitere Informationen und Details über die Ausbildung zum Baumschulgärtner sowie Ausbildungsbetriebe finden sich auf der speziellen Ausbildungsseite des BdB unter www.zukunftgruen.de. Weiterführende Informationen über die Branche und den Verband sowie über den Nutzen der Gehölze gibt es auf www.gruen-ist-leben.de.

Eine Grüne Ausbildung – Der Baumschulgärtner

Stecklinge werden geschnitten und gesteckt

Eine Grüne Ausbildung – Der Baumschulgärtner

Arbeiten an der Topfmaschine

 

 

 

 

 

 

Eine Grüne Ausbildung – Der Baumschulgärtner

Jungbäume pflanzen auf dem Acker

Eine Grüne Ausbildung – Der Baumschulgärtner

Packen und Verladen von Buchen auf den LKW